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Idee mit Zukunft? Quelle:
www.DIAKOnetz.de
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| 18. November 2003
HANDY IM SARG |
| Tote Mutter musste auf das
Autodach
Die Polizei im südbadischen Schopfheim hat einen Autofahrer gestoppt, der einen Sarg mit seiner toten Mutter auf dem Dachgepäckträger transportiert hat. Der Mann wollte sich die Kosten für ein Bestattungsunternehmen sparen und die Leiche seiner Mutter selbst zum Friedhof fahren. Nun wird gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Bestattungsgesetz ermittelt. |
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Mit einem Bein im Grab |
| Party auf dem Friedhof
- für den toten Vater |
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Modell: Cristo Europa |
Maurizio Matteucci, 32,
römischer Sargfabrikantensohn, hatte eine prima Idee, Menschen auch mit
tristen Sachen Freude zu machen. Die Särge, die er mit Vater Rudolfo
und Kollegen aus Nuss, Kastanie oder afrikanischen Edelhölzern zimmert
und die selbstverständlich auch via Internet zu ordern sind, präsentiert
er auf der Firmen-Website ( www.cofanifunebri.it
) für die Branche ungewöhnlich lebenslustig: Auf und neben den
gediegen verzierten Holzkisten hocken, stehen oder spreizen sich
freundlich bis schmachtend blickende junge Damen, mit properer Figur und
wenig Textil. Ob hochhackig und blond, von hinten (Modell Stile impero)
oder frontal in Stiefeln und Bikini (Modell Madonna), die Blickfänger
sollen die sonst spröde Auswahl eines geeigneten Behältnisses für den
geliebten Verstorbenen um einen Hauch von Lebenslust anreichern. Gewiss
lässt sich die Trauer leichter tragen, so jedenfalls die Vorstellung
Matteuccis, wenn - wie bei Modell Padre pio - eine schwarz bezopfte Schönheit
im transparenten Body ihr Glas hebt: auf den Dahingegangenen - oder
seine Erben! |
| Im Mini-Sarg als Pulver beerdigt
Hamburg o Die schwedische Biologin
Susanna Wiigh-Mäsaks hat nach 20-jähriger Forschung eine platzsparende,
kostengünstige und umweltfreundliche Bestattungsmethode entwickelt. Dabei
werden Leichen in flüssigen Stickstoff getaucht und in Sekunden
"tiefgekühlt und völlig spröde", berichtet die Hamburger
"Zeitschrift für Trauerkultur". Der Körper werde dann mit
Ultraschall "pulverisiert und anschließend getrocknet". Das
dadurch entstehende Pulver könne in einem biologisch abbaubaren Mini-Sarg
nur 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche begraben werden. |
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ÖKO-BEGRÄBNIS Künstliche
Riff-Kugel |
Eine
US-Firma bietet eine extravagante Variante der Seebestattung
an: Aus Beton und Leichenasche werden Kugeln geformt, die als
Wohnung für Korallen dienen. Mehr als 100.000 hohle, durchlöcherte Betonkugeln liegen verstreut auf dem Grund der Weltmeere. Versenkt hat sie die US-Firma Reef Ball Development. Auf den Kugeln sollen sich Korallen und Muscheln ansiedeln. Diese künstlichen Riffe wurden bislang großteils über Staatsaufträge finanziert. Nun aber propagiert die Firma, gegründet von Öko-Aktivisten, eine ungewöhnliche Art der Mischnutzung: Ein Tochterunternehmen bietet die Kugeln als extravagante Grabstätten an. Wer einem teuren Verstorbenen über den Tod hinaus Originalität sichern will, zahlt zwischen 800 und 3000 Dollar. Dafür wird die Asche in den pH-neutralen Beton gemengt, aus dem die Firma ihre Kugeln gießt. Die Grabmale (Durchmesser: etwa ein Meter) könnten auf dem Meeresgrund mehrere Jahrhunderte überdauern, bis schließlich die gebundenen Nährstoffe sich langsam auflösen im verschwenderischen Ökosystem des Riffs. Die Kundschaft ist bezaubert von dieser Aussicht: Fast hundert Grabkugeln wurden bereits vor der US-Ostküste deponiert. Der Spiegel: 14/2002 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,189848,00.html |
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Ökosärge aus Pappe - auch Peace-Box genannt Um Sie umfassend über den Ökosarg aus Pappe zu informieren, stellen wir hier eine kleine Linkliste ins Netz |
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DNA mit ins Grab
Posthume Streitigkeiten in Vaterschaftsfragen? Gen-Check auf Erbanlagen nach dem Tode der Erzeuger? In Japan ist die Vergänglichkeit des Körpers bald kein Problem mehr: Zukünftig können DNA-Proben der Verstorbenen mit ins Grab genommen werden. Das Gewebe für eine Erbgut-Analyse wird im Grabstein gelagert. Da der japanische Grabstein ein heiliges Objekt ist, hat das Bestattungsunternehmen keine Bedenken wegen der Datensicherheit des Verstorbenen. Und der Familie wird versprochen, ihre Geschichte später genau dokumentieren zu können - mit allen Fehltritten und biologischen Geheimnissen. Da der "ihai"
als heiliges Objekt gelte, sei es für das Aufbewahren von DNA-Proben
durchaus angebracht, so Sekise-Sprecher Hideo Wakayama: "Die
Proben werden es Familien ermöglichen, ihre Geschichte zu
dokumentieren". Sie könnten auch bei Streitigkeiten bei
Vaterschaftsfragen helfen. Die Technologie für die neue
Dienstleistung kommt vom US-Unternehmen Identigene. Es bietet diverse
Gen-Tests zu relativ günstigen Preisen an. Wer etwa die Ehefrau des
Fremdgehens verdächtigt, kann einen "Ehebruch-Test"
einleiten lassen. Dabei werden auf Kleider haftende Sperma-Flecken
analysiert und mit der eigenen DNA verglichen. |
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Umwelt Schnell-Kompostierung von Leichen durch Gefriertrocknen Der Umweltschutz macht auch vor den
Friedhöfen nicht halt. Eine schwedische Ökologin sieht die Gräber
auf Großstadtfriedhöfen als eine Bedrohung für die
Wasserversorgung. Einäscherungen seien kaum umweltfreundlicher, weil
Krematorien giftige Gase freisetzten, so die Expertin. Ihre Lösung:
Eine Kompostierung von Leichen, die innerhalb weniger Wochen
vonstatten geht. Experimente mit Tierkadavern haben bereits gute
Resultate erbracht, berichtet das Magazin "Science" in
seiner Online-Ausgabe. |
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Im Schlitten zum Grab Britische Sargfirma |
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Totenkult Letzte Ruhe in der Bierflasche Der
sehnlichste Wunsch der alten Dame, einmal in einem Flugzeug abzuheben,
sollte ihr nicht mehr gewährt sein. Aber immerhin konnte die Afrikanerin
in einem Flieger bestattet werden, denn Enkel Kane Kwei, von Beruf
Tischler, verabschiedete seine Großmutter mit einem außergewöhnlichen
Geschenk: einem Sarg in Flugzeugform. Was als letzter Gruß an die
Großmutter gedacht war, entwickelte sich zur erfolgreichen
Geschäftsidee.
Museum Friedhof Ohlsdorf ausgestellt werden, wurden in Ghana sofort zu einem beliebten Prestigeobjekt für die Oberschicht. Die Särge symbolisieren einen Gegenstand, der für das Leben des Toten Charakteristisch war. Das ist bei Unternehmern oft ihr Geschäft: So ließ sich ein Brauereibesitzer in eine überdimensionale Bierflasche betten, ein Mühlenbetreiber in einen hölzernen Mehlsack mit firmeneigenem Logo. Leidenschaftliche Autofahrer reisten schon im funkelnden Cadillac oder üppigen Mercedes gen Jenseits. Dort, so glaubt man in Westafrika, warten schon die Ahnen - und auch die lassen sich von weltlichen Statussymbolen nachhaltig beeindrucken. |
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Giftfreie ewige Ruhe
Die Kreuzlinger verbringen ihre letzte Ruhe in einem Ökosarg, hergestellt
aus Altpapier und Zellulose. Die Erfahrungen nach 2 Jahren sind sehr gut. Außerdem wird
mit den neuen Särgen das Grundwasser geschont. Kontakt: Acropole Service SA, Gerald Pidoux, Case Postale 25, 1350 Orbe, Tel. 024-4411555 |
Totenkult
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Ahnen in der Kugel Not macht bekanntlich erfinderisch: Wenn in Südkorea wegen der Überbevölkerung der Platz knapp wird, rückt man zusammen. Auch auf Friedhöfen. "Viele meiner Landsleute können sich mit der Idee einer Einäscherung ihrer Verwandten nicht anfreunden. Sie haben das Gefühl, ihren Liebsten dann auf ewig zu verlieren", sagt der Südkoreaner Kim Sang Guk. Der findige Asiate hat deswegen ein Verfahren für die Ewigkeit entwickelt: Er verwandelt die sterblichen Überreste der Angehörigen in glasähnliche Perlen. Je nach Lebenswandel sind sie bläulich, grünlich oder jadefarben. Die Kugeln stellt Kim Sang Guk her, indem er die Asche auf 2000 Grad Celsius erhitzt, so dass sie sich zu Perlen formen lässt. Statt Urne gibt es dann eine schmucke Kristallschatulle für den Nachttisch. Oder - wer es morbide mag - eine Perlenkette aus Omas Asche. |
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Der letzte Luxus
Der Zeitgeist weht durchs Land. Peter Frigge schreinert
Designer-Särge. |
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Urlaub für Trauernde
Trauer und Urlaub - passt das zusammen? |
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Als der Schweizer Ueli Sauter von einem Freund beim
Spaziergang gebeten wurde, er möge nach dessen Tod seine Asche in die Natur streuen,
keimte der Gedanke: Als der Freund einige Jahre später starb, kam ihm die Idee zu dieser
neuen Art der Bestattung; ein Grab in den Wurzeln eines Baumes mitten in der Natur - eine
Idee, die viele Menschen durch ihre Symbolik anspricht. Die Asche des Verstorbenen wird in
das Wurzelwerk eines Baumes eingebracht. Der Baum nimmt die Asche als Nährstoff auf, wird
so zu einem Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens und ist außerdem eine sehr
persönliche Erinnerung an den Verstorbenen. |